Recht am Bild – Wegweiser zum Fotorecht

Für Fotografen und Kreative: "Recht am Bild" (Foto: dpunkt.Verlag)

„Für Fotografen und Kreative: „Recht am Bild“ (Foto: dpunkt.Verlag)

Dieses Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Pflichtlektüre für alle, die Fotos öffentlich zeigen oder gar kommerziell nutzen wollen.

„Recht am Bild“ von Florian Wagenknecht und Dennis Tölle ist – so der Untertitel – ein „Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative.

Mag sein, dass der eine oder andere nun gelangweilt gähnt und sich fragt: Was geht das mich an, ich will doch nicht Jura studieren, sondern schöne Fotos machen.

Ein Irrtum, der sie teuer zu stehen kommen kann. In Zeiten des Internets und der äußerst geschäftstüchtigen Anwälte mit multimedialem Fachwissen braucht ein Fotograf ebenso dringend Knowhow über das Thema Bildrecht wie über die Bedienung seiner eigenen Kamera.

Bildrecht in all seinen Facetten

Das Buch beschäftigt sich mit allen erdenklichen Fallbeispielen, mit denen sich jeder, der Fotografien erstellt oder nutzt, immer wieder konfrontiert sieht.

Auch die allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen der Fotografie, die für Fotografen, aber auch für Bildverwerter und -nutzer elementar wichtig sind, werden im Detail behandelt. Auch die Perspektive auf der anderen Seite der Kamera wird angenommen – welche Rechte und Pflichten haben Models?

Im Fokus stehen dabei natürlich das Urheberrecht (insbesondere auf das Kunst-Urheberrecht) sowie das Persönlichkeitsrecht.

Bei beiden herrscht nicht nur unter Amateurfotografen, sondern auch unter Profis oft gefährliches Halbwissen vor. Gefährlich deshalb, weil die Kosten einer juristischen Auseinandersetzung ein unkalkulierbares Risiko bedeuten.

Die Spielregeln nicht gekannt zu haben schützt auch Fotografen nicht vor Strafe.

Verträge inklusive

Randgebiete des Fotorechts wie das Marken-, Design-, Straf- und Arbeitsrecht werden in „Recht am Bild“ ebenso beleuchtet wie praxisnahe Schilderungen. Beispielsweise die ungeahnten Fallstricke eines TFP-Shootings, die Regeln und Ausnahmen der Panoramafreiheit und vieles mehr.

Wer darf sich eigentlich Fotograf nennen? Haben Tiere auch ein Persönlichkeitsrecht? Darf man Polizisten fotografieren? Erlöschen die Bildrechte mit dem Tod des Porträtieren? Besondere Fragen wie diese werden ebenso leicht verständlich, kompetent  und unterhaltsam geklärt wie die brennenden Fragen aus dem Alltag von Fotografen, Bildnutzern und Models.

Aktuelle Fälle aus der Praxis, Schaubilder und Fotomaterial veranschaulichen die verständlich geschriebenen Ausführungen. Abgerundet wird das Buch mit Beispielverträgen wie Lizenz- und Model-Release sowie allen relevanten Gesetzestexten.

Das Buch will nicht nur die „Täter“ vor ihrer eigenen Fahrlässigkeit bewahren, sondern auch die Geschädigten beraten. Deshalb verraten die Autoren auch, wie man seine eigenen Ansprüche durchsetzt.

Bildrecht im digitalen Zeitalter

Leser erfahren auch, welche Besonderheiten bei der Nutzung von Bildern in der digitalen Welt gelten. Nicht nur in dieser Hinsicht ist das Werk auf dem neuesten Stand: Auch zeitgenössische und neue Themen wie Drohnenfotografie oder Fotos in der Cloud werden unter dem Aspekt des Bildrechts analysiert.

Die erweiterte Neuauflage wurde darüber hinaus ergänzt um die rechtlichen Besonderheiten in Österreich und der Schweiz.

Die Autoren

Florian Wagenknecht und Dennis Tölle kennen das Thema in- und auswendig. Allerdings nicht aus der Sicht der Kreativen: Sie sind Rechtsanwälte in Bonn (tw-law.de). In ihrer täglichen Arbeit bearbeiten sie Fälle aus dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes sowie des IT- und Urheberrechts.

Bereits im Jahr 2010 gründeten sie das Fotorechtsportal rechtambild.de, das tausende Besucher im Monat mit den aktuellen Informationen aus dem Fotorecht versorgt. In zahlreichen Vorträgen und Workshops sowie Publikationen in der Fachpresse informieren die Autoren über aktuelle Entwicklungen des Foto- und Urheberrechts.

Verlag: dpunkt Verlag