Call Of Duty: Black Ops III

Futuristische Schlachten in grafischer Opulenz: Call Of Duty: Black Ops III (Foto: Activision)

Futuristische Schlachten in grafischer Opulenz: Call Of Duty: Black Ops III (Foto: Activision)

My Baby Baby Baller Baller! Von Fans sehnsüchtig erwartet kommt neues Kanonenfutter aus dem Hause Treyarch: „Call Of Duty: Black Ops III“ schickt sich an, ein flotter Dreier zu werden.

Dass der dritte Teil der Reihe erneut Geschichte schreibt, war abzusehen. Tatsächlich gelang es „Call of Duty: Black Ops III“ bereits am Startwochenende, einen weltweiten Umsatz von über 550 Millionen US-Dollar zu generieren. Damit legt die Marke den größten Entertainment-Start des Jahres hin und schlägt den Kino-Blockbuster „Jurassic World“.

Der Start von „Call of Duty: Black Ops III“ ist also größer als jedes Spiel, jeder Film und alle anderen Entertainment-Starts des Jahres. Über die Qualität des Spiels sagt das allein natürlich noch nichts aus.

Deshalb haben wir uns voller Neugier in die Schlacht begeben, um den jüngsten Kriegsschauplatz auf Herz und Nieren zu testen – und um zu verraten, ob der am meisten erwartete Shooter des Jahres hält, was Fans sich erhoffen

Der erste Eindruck: Treyarch hat es mal wieder geschafft, die hohen Erwartungen zu befriedigen. Und das ist alles andere als selbstverständlich, denn nirgendwo sonst treffen so hohe Erwartungen und vehemente Kritikfähigkeit aufeinander wie in der Gamerszene.

Gelungene Optik, eine düster-atmosphärische Story, welche die Actionsequenzen zu einem stimmigen Ganzen verbindet und Multiplayer-Schlachten, die für intensives emotionales Engagement sorgen – Treyarch hat erneut alles richtig gemacht.

Hautnah im Geschehen

Das Rad neu erfunden haben die Macher von „Call of Duty: Black Ops III“ nicht. Warum auch, wenn das Erfolgsrezept auf so viel Zustimmung trifft. Seine DNA kann „Black Ops III“ nicht verleugnen und das ist auch gut so.

Dennoch wurde an einigen Stellschrauben gedreht, um Feintuning in Sachen Gameplay zu bieten.

Besonders angenehm fällt das in den Kampfszenen auf. Die Baller-Exzesse fühlen sich deutlich dynamischer, flüssiger und somit lebendiger an als bisher.

Die Handlung

Die Grafik von Black Ops III ist auf der Höhe der Zeit. (Foto: Activision)

Die Grafik von Black Ops III ist auf der Höhe der Zeit. (Foto: Activision)

„Call Of Duty: Black Ops III“ macht eine Zeitreise. Allerdings nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.

Die Autoren zeigen eine verworrene und finstere Version der Zukunft. Diese spielt zwar in der Zukunft, doch wissenschaftliche Entdeckungen und Fortschritte von heute wurden zur Recherche herangezogen und dienten als Inspiration.

In einigen Jahren, so Treyarchs fiktionale These, verschwimmt die Grenze zwischen Mensch und Maschine zunehmend. Wir schreiben das Jahr 2065 – und wir schreiben es mit Blut und Blech, denn die Feinde sind menschliche und mechanische gleichermaßen.

Die Soldaten von Morgen erhalten dank Biotechnologie und kybernetischen Verbesserungen übermenschliche Fähigkeiten. Die neue Generation Black Ops-Soldaten ist ausgestattet mit einem Arsenal von Hightech-Waffen an einem Hightech-Körper.

Dronen und Roboterfahrzeuge kommen in der Zukunft zum Einsatz, was die Baller-Orgien um interessante abwechslungsreiche Aspekte erweitert.

Nextgen-Niveau bietet nicht nur die cineastische Grafik, sondern auch die Möglichkeit, die Story wahlweise allein oder mit bis zu vier Spielern kooperativ zu spielen.

Massive Multiplayer Magie?

Nein, das ist nicht Boba Fett. (Foto: Activision)

Nein, das ist nicht Boba Fett. (Foto: Activision)

Neu im Multiplayer-Modus: Ein Spezialisten-System, in dem Spieler aus neun Black Ops-Soldaten auswählen können, deren Aussehen, Persönlichkeit, Waffenarsenal und Fähigkeiten individuell sind. Jeder Spezialist verfügt über freischaltbare Anpassungsmöglichkeiten.

Wer seinen Soldaten mit Liebe zum Detail personalisieren will, wird sich über das umfangreichste Fortschrittsystem in der Geschichte der Call Of Duty-Reihe freuen.

Gleiches gilt für das Tuning der Waffen in der Option „Waffenschmied“. Die Wahl und Optimierung der Waffen, die am besten zum eigenen Spielstil passen, wird ergänzt durch die individuellen „Verschönerungsmöglichkeiten“ der Waffenlackiererei.

Diese hievt den beliebten Emblem-Editor aufs nächste Level: Drei Seiten jeder Waffe können stilbewusste Soldaten mit jeweils 64 Emblem-Ebenen verzieren, um ihre Individualität auszudrücken.

Neu ist auch das Beute-System „Schwarzmarkt“.

Zombies im Schatten

Ein ganz besonderer Modus darf natürlich in keiner Black Ops-Folge fehlen. Einmal mehr zeigt der Call of Duty Zombies-Modus die augenzwinkernde Seite des ansonsten so ernsten Shooters.

„Shadows of Evil“ nennt sich das neueste Kapitel des Untoten-Mythos.

Inspiriert vom Film Noir der 40er Jahre erzählt „Shadows of Evil“ die Geschichte von vier tragischen Fremden: Zauberer, Femme fatale, Cop und Boxer.

Gespielt werden diese von großen Namen: Jeff Goldblum („Jurassic Park“, „Independence Day“, „Die Fliege“), Heather Graham („Hangover 1-3“, „Californication“), Neil McDonough („Captain America: The First Avenger“, „Band of Brothers“), Ron Perlman („Sons of Anarchy“, „Hellboy“) und Robert Picardo („Star Trek: Voyager“, „Stargate SG-1“.

Die bunte Truppe kämpft sich in den dunklen Gassen und Winkeln von Morg City ums Überleben in einer albtraumhaften Welt, die von Untoten überrannt wurde.

Der Clou: Jedes Mitglied des schrägen Quartetts hat nicht nur gegen Zombies zu kämpfen, sondern auch damit, seine eigene Amnesie zu überwinden,. Dabei bekommen sie Hilfe von einem geheimnisvollen Schattenmann.

Auch im Zombie-Modus hält ein EP-Fortschrittsystem uns bei der Stange, das es ermöglicht aufzusteigen und die Waffenkraft zu verbessern – was bei Horden von Zombies selbstredend bitter notwendig ist.

„Shadows of Evil“  fühlt sich an wie ein Spiel im Spiel und bietet einen deutlichen Mehrwert, völlig abseits des Look & Feel des Hauptspiels.

Fazit

Schießwut? Nein, Schießfreude! „Call Of Duty: Black Ops III“ rockt!

Treyarch nutzte neue Technologien für Rendering, KI und Animation. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Apropos Technologien: Die Story bietet neben vordergründiger Action durchaus auch brisante Aspekte wie die zwischen den Zeilen formulierte Frage: Wie weit darf Wissenschaft und Technik gehen – und ist jede Innovation zwingend auch ein Fortschritt?

Mit zahlreichen abwechslungsreichen Modi, einer sonst nur von RPGs bekannten Vielfalt an Individualisierungsmöglichkeiten und netten Easter Eggs (auf die wir an dieser Stelle bewusst nicht eingehen) bietet „Call Of Duty: Black Ops“ ein Rundum-Sorglos-Paket für die Fangemeinde.