Beauty Retusche per Knopfdruck? Portrait Pro

Vorher/Nachher: Das Beispielfoto zeigt die schmeichelnde Wirkung von Portrait Pro. (Foto: Anthropics Technology Ltd)

Vorher/Nachher: Das Beispielfoto zeigt die schmeichelnde Wirkung von Portrait Pro. (Foto: Anthropics Technology Ltd)

Die digitale Nachbearbeitung ist einer der wichtigsten Zaubertricks für perfekte Porträts. Doch die gekonnte Beauty-Retusche ist ein komplexes Feld, das einen gewissen Grad an Professionalität voraussetzt. Die Software „Porträt Pro“ will die Verschönerung leicher denn je machen. 

PortraitPro will auch Einsteigern ohne tiefere Kenntnisse helfen, die Schokoladenseiten ihrer Models zu betonen. Aber auch Profis, die Beauty Retusche mit wenig Zeitaufwand betreiben wollen, zählen zur Zielgruppe der Software.

Aber eine professionelle Beauty Retusche vollautomatisch oder durch wenige Mausklicks? Wer schon mal mühsam ein Porträt-Foto digital aufgehübscht hat, dem wird das Versprechen von Porträt Pro fast zu schön erscheinen, um wahr zu sein. Wir haben mit der Version PortraitPro Studio 12 getestet, ob die Software hält, was sie verspricht.

Gesichtserkennung für die ganze Familie

press_release_5PortraitPro von Anthropics Technology Ltd bietet die Möglichkeit, dem Fotografen bei der Nachbearbeitung so viele Schritte wie möglich abzunehmen – bis hin zur vollautomatischen Retusche. Wer dagegen lieber selbst steuert und regelt, hat die Möglichkeit, unzählige Nuancen selbst zu beeinflussen und deren Intensität mit Schiebereglern zu bestimmen.

Der erste Schritt für ein komfortables Nachbearbeiten ohne Aufwand ist die automatische Gesichtserkennung. Die funktioniert bei PortraitPro 12 Studio verblüffend präzise und schnell. Erkannt wird nicht nur das Geschlecht der Person, sondern auch, ob es sich dabei um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt. Wie das Foto oben beweist, kann die Software sogar mehrere Gesichter in einem Gruppenfoto identifizieren.

Damit nicht genug: Die Gesichtserkennung zeichnet auch die für die Retusche relevanten Gesichtspartien nach – Wangen, Kinn, Nase, Mund, Augen und Brauen. Sollten diese Merkmale einmal nicht völlig korrekt dargestellt werden, lässt sich dies manuell nachjustieren.

Wichtig sind diese automatischen Erkennungen für den nächsten Schritt: Wer will kann aufgrund der Gesichtserkennung nun dem Programm völlig freie Hand lassen.

Wählen kann man dann aus Bearbeitungsvarianten wie „Standard Weiblich, kein Licht“/“mit Licht“, „Weiblich – nur Haut, Lippen, Augen“ oder spezifischer mit Einbeziehung des Alters – beispielsweise „Junge Frau  -Glamurös“.

Die Dosis macht das schöne Gift

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Bei allen Varianten gilt, wie immer im Leben: Die Dosis macht das Gift. Will heißen: Eine vollautomatische Beauty-Retusche wird zwar der abgebildeten Person gefallen, da die Software die Algorythmen der Ästhetik beherrscht wie ein Schönheitschirurg.

Wer aber die natürliche Schönheit seines Models betonen will und nicht das Original in eine völlig andere Person verwandeln will, sollte sich die Mühe machen, selbst mitzuentscheiden, was die Software treibt.

Das bedeutet zwar ein wenig Mehraufwand im Vergleich zum Fliegen per Autopilot, doch lohnt sich dieser. Wer keine unnatürlichen Beauty-Monster kreieren will, kann mit dem wohldosierten Einsatz einzelner Schieberegler, die sich gezielt bestimmten Gesichtspartien widmen, perfekte Ergebnisse erzielen.

Dem Spieltrieb sind dabei keine Grenzen gesetzt – vom Färben der Lippen und dem Aufhellen der Zähne oder Augen über einen Rembrandt-Schatten oder eine Wangenkorrektur bis zur neuen Haarfarbe, einer alternativen Augenfarbe oder dem Entfernen von Hautunreinheiten.

Sogar schlanker machen kann man sein Model auf Wunsch.

Ein Fotostudio auf dem Rechner

portraitpro-packshotDer Beiname „Studio“ der von uns getesteten Version zeigt, dass es sich um die Upgrade-Version von „PortraitPro“ handelt.

Dafür wird allerdings auch ein Aufpreis fällig.

Zu den Vorzügen im Vergleich zu der Standardversion (knapp 30 Euro) zählt in der Version „Studio“ (knapp 50 Euro), dass die Software sowohl als Standalone nutzbar ist als auch in Form eines Plug-Ins für Photoshop oder Lightroom.

Die „Studio“-Version kann zudem neben dem JPG-Format auch RAW-Dateien lesen.

Außerdem unterstützt sie das Konvertieren in verschiedene Farbräume sowie das Einstellen des Monitors und des Arbeitsfarbraums.

Auf Wunsch kann man mit der „Studio“-Edition auch einen Stapelverarbeitungsdialog zur Beschleunigung des Workflows nutzen.

Fazit

Wer das Programm völlig allein entscheiden lässt, was Schönheit ist, wird zwar wundervolle Menschen als Ergebnis der Retusche sehen, doch viel zu oft sehen diese aus wie andere Leute als die, welche auf dem Originalbild abgelichtet sind. Nett als Partygag, doch wer den Anspruch hat, die natürliche Ausstrahlung seines Models ins rechte Licht zu setzen, ist dennoch auch mit PortraitPro 12 gut beraten.

Denn wenn Ideal und Wirklichkeit zu sehr auseinander driften, empfiehlt es sich, die Regelung der einzelnen Retusche-Option selbst in die Hand zu nehmen. Das dauert zwar ein wenig länger als die Vollautomatik, man erzielt jedoch deutlich schneller perfekte Ergebnisse als mit der klassischen Retusche mit herkömmlicher Bildbearbeitungssoftware.

Wichtig bei allen Entscheidungen in PortraitPro ist die Grundregel: Weniger ist mehr. Wer dies bei der Bearbeitung beachtet, bringt die wahre Schönheit seiner Models ganz groß raus.

Portrait Pro im Video

Kostenlose Probe-Version downloaden

Die Neuerungen in der Version 12 von PortraitPro sehen Sie hier im Detail.

Sie wollen selbst testen, ob PortraitPro Ihre Models wie durch Geisterhand aufhübscht? Hier der Download der kostenlosen Trial-Version