Aller guten Dinge sind drei: Bridget Jones ist wieder da

Renée Zellweger in ihrer Paraderolle als Bridget Jones (Foto: Studiocanal)

Renée Zellweger in ihrer Paraderolle als Bridget Jones (Foto: Studiocanal)

Ein liebenswerter Tollpatsch: Mit den Kinozuschauern und Bridget Jones war es Liebe auf den ersten Blick. Für Schauspielerin Renée Zellweger wurde die Journalistin, die zwischen zwei Männern steht, zur Rolle ihres Lebens.

Kein Wunder also, dass eine Fortsetzung folgte. Bis das turbulente Liebesleben von Bridget Jones zur Trilogie wurde, mussten sich die Fans allerdings über eine Dekade gedulden …

Falls Bridget Jones das ist, was man als „Frauenfilm“ bezeichnet, dann ist es der Frauenfilm, der auch Männer bestens unterhält. Das galt auch für den zweiten Teil. Zwölf Jahre nach „Bridget Jones II“ feierte die vielleicht kultigste Junggesellin der Filmgeschichte mit „Bridget Jones´ Baby“ ihr Comeback.

Über eine Million Kinobesucher lachten über die Missgeschicke der Titelheldin und litten mit ihr, wenn es wirklich hart auf hart kam. Mittlerweile gibt es den dritten Teil der Romantic Comedy auf DVD und Blu-ray.

Flotter Dreier für die Lachmuskeln: Renée Zellweger, Patrick Dempsey und Colin Firth (Foto: Studiocanal)

Flotter Dreier für die Lachmuskeln: Renée Zellweger, Patrick Dempsey und Colin Firth (Foto: Studiocanal)

Endlich erfolgreich im Beruf, stilsicher in der Mode und der Partnerwahl? Na ja,fast hätte Bridget Jones (Renée Zellweger) das erreicht. Immerhin scheint die Londoner Titelheldin zu Beginn von „Bridget Jones´Baby“ ihr Berufsleben im Griff zu haben. Der Beziehungsstatus von Misses Jones ist derart kompliziert, dass es auf Facebook eine eigene Kategorie dafür geben müsste …

Ein Störfaktor zumindest scheint eliminiert: Der selbstverliebte Daniel Cleaver (Hugh Grant) wurde Opfer eines Flugzeugunglücks. Zwar besucht Bridget seine Beerdigung, doch wer als Fan der Kultfilmreihe genau hinschaut, wird bemerken, dass der Zeitungsartikel über die Tragödie offen lässt, ob es Überlebende gab.

So viel sei verraten: Daniel Cleaver taucht im Film nicht auf. Dennoch basiert der Plot auf der gleichen Dynamik wie die ersten beiden Teile: Bridget Jones steht zwischen den Stühlen – und diese sind einerseits ihr langjähriger On-Off-Partner Mark Darcy (Colin Firth), der mit einem Stock im Hals zur Welt gekommen zu sein scheint und andererseits dem neuen Mann in ihrem Leben – der Musikfestival-Flirt mit dem Online-Dating-Mogul Jack Qwant (Patrick Dempsey) könnte dauerhafte Auswirkungen auf das Leben der Protagonistin haben …

Baby-Blues für die Lachmuskeln

Der Filmtitel verrät es bereits: Bridget Jones bekommt ein Kind. Die Frage, welche die Handlung vorantreibt, lautet: Wer ist der Vater? Natürlich kommen Jack Qwant (Patrick Dempsey) und Mark Darcy (Colin Firth, bekannt aus „The King’s Speech“) beide in Frage.

Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger lässt zur Freude der Fangemeinde erneut kein Fettnäpfchen aus und wird erneut zur Identifikationsfigur aller Singles unter den Zuschauern. Auch der bekannte Plot mit zwei rivalisierenden Männern sorgt erneut für Kurzweil.

Patrick Dempsey als Ersatz für Hugh Grant? Dieses Novum ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sorgt der neue Mann an Bridgets Seite dafür, dass „Bridget Jones´ Baby“ nicht wie ein Remake des Remakes wirkt, sondern eine frische Story erzählt. Dazu kommt, dass Patrick Dempsey  sich mit „Grey’s Anatomy“ den Ruf als Frauenschwarm erarbeitet hat, der ihn auf Augenhöhe mit Hugh Grant bringt.

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Andererseits gibt es Passagen, in denen Fans der ersten beiden Teile den dreisten Charmebolzen Daniel Cleaver (Hugh Grant) vermissen werden. Frei nach dem Motto: Er war ein Arschloch, aber er war unser Arschloch.

Schokolade zum Frühstück, Humor zum Heimkino-Abend

Der dritte Teil der Komödie basiert erneut auf den Kolumnen von Helen Fielding.

Die Autorin der „Bridget Jones“-Reihe war gemeinsam mit Emma Thompson und Dan Mazer („Da Ali G Show“, „Das hält kein Jahr“) auch für das Drehbuch verantwortlich.

Sharon Maguire, die bereits „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ zum Welterfolg verhalf, führte erneut Regie.

Romantik, Slapstick, Wortgefechte – „Bridget Jones´ Baby“ bietet alles, was den Erfolg der Buch- und Filmreihe ausmacht.